Kraniche im Sommer - Naturfotografie in Brodowin/Südl. Uckermark

Es war zur Wendezeit 1989/90 eine mutige und zugleich weitsichtige Entscheidung der Mitglieder der 

Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG) Brodowin den Betrieb auf biologisch-dynamischen Landbau nach Demeter-Richtlinien umzustellen. Doch diese Entscheidung war auch irgendwie konsequent,

hat doch die DDR-Ökologiebewegung in diesem kleinen Dorf in der südlichen Uckermark eine ihrer Wurzeln.

Heute, fast dreißig Jahre später, hat sich das Dorf zu einem Musterbeispiel bei der Lösung des Zielkonflikts zwischen Landwirtschaft und Naturschutz entwickelt.

Allein der Verzicht auf Herbizide, auf Einsatz von Chemie allgemein, hat zu einer, in Deutschland wohl einzigartigen Vielfalt geführt.

152 Vogelarten wurden bei wissenschaftlichen Untersuchungen gezählt.

Quelle:  Dr. Martin Flade: Quer zum Trend

.

Die sanfte Endmoränenlandschaft sowie sieben Seen, die dem Dorf geradezu eine Insellage verleihen, lassen das Herz eines jeden Naturliebhabers höher schlagen.

Und tatsächlich: Gegründet wurde Brodowin an einem Zugang zu einer Insel.

Altslawisch: Brodo = Furt

Beinahe alle alten Buchen in Ufernähe sterben ab, Biber entrinden die Stämme bis in eine Höhe von etwa einem Meter.

 

Die stark zunehmenden Bestände an Kranichen können natürlich auch beobachtet werden, das ganze Jahr über und ohne den Event-Charakter Incl. Bustouristen wie in anderen Teilen Norddeutschlands.

Ich betrachte Kraniche als Teil der Landschaft und stelle ihnen wie auch allen anderen Tieren nicht nach.

Auf der höchsten Erhebung der Gegend stehend, lasse ich sie einfach an mir vorüberfliegen.

 

Und so sieht ein Getreidefeld im ökologischen Landbau aus.

Der Ertrag liegt durchschnittlich 52% unter dem der konventionellen Landwirtschaft, bei diesem Feld ist er wahrscheinlich noch geringer.

Die Rohstoffkosten (hauptsächlich Getreide) liegen bei einem Brot jedoch nur bei ca. 10%!

Quelle: Märkisches Landbrot

 

Landschaftsfotografie mit 600mm Brennweite

Verbringt man ein paar Wochen im Sommer hier, auf vor 150 Jahren gepflasterten Wegen durch die Felder wandernd, auf einem Feldstein rastend, dann kann es durchaus passieren, dass sich zwischen den Kopfweiden eine Gestalt löst und sich zum Wanderer gesellt.

Er sei Apotheker aus Neuruppin, beginnt er zu erzählen, jetzt als Journalist tätig und gerade an  einem Buch über Wanderungen durch die Mark Brandenburg arbeitend.

Kinderlachen dringt vom Brodowinsee herüber.

Bei diesem Wetter ist gegen verlängerte Sommerferien nichts einzuwenden.

Alljährliche Sommergäste, in diesem Jahr mit zwei Küken

Alle Aufnahmen: Nikon D850 und Brennweiten von 24mm bis 600mm

 

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